Wissenswertes rund ums Thema Fahrrad – Informationen und Erfahrungen

Posts Tagged ‘Bußgeld’

Bußgelder für Fahrradfahrer

Seit Februar 2009 müssen auch Fahrradfahrer in ganz Deutschland für die unterschiedlichsten Vergehen Bußgelder bezahlen. Wie hoch die einzelne Strafe ausfällt, ist vom jeweiligen Vergehen abhängig und wird in einem Bußgeldkatalog festgehalten.

Vor allem in Großstädten kommt es Tag für Tag zu zahlreichen Unfällen, die auf das Fehlverhalten von Radfahrern zurückzuführen sind und im Vorfeld hätten verhindert werden können. Wer sich also als Fahrradfahrer nicht an die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung hält, wird nun zur Kasse gebeten und kann mit hohen Kosten oder sogar dem Entzug des eigenen Führerscheins rechnen. Sobald das Bußgeld 40 Euro oder höher ist, erfolgt zusätzlich zu den Kosten die Verteilung von Punkten, welche im Register eingetragen werden.

Wie hoch sind die einzelnen Bußgelder?

Der Bußgeldkatalog für Fahrradfahrer ist in verschiedene Rubriken eingeteilt. Hierbei gibt es die Unterpunkte Straßenbenutzung, Abbiegen, Beleuchtung, Personenbeförderung, sonstige Pflichten, Zeichen und Anweisungen der Polizeibeamten, Vorschriftszeichen, Wechsellicht- und Dauerlichtzeichen sowie technische Einrichtungen an Fahrrädern. Unter diese Kategorien fallen nun die einzelnen Vergehen, die unterschiedlich hoch bestraft werden. Wurde nun noch der Verkehr behindert, gibt es einen weiteren Preisaufschlag, die nächste Stufe beginnt bei der Gefährdung anderer Menschen und die höchste und somit teuerste Stufe ist ein Vergehen, welches einen Unfall verschuldet hat.

Beispiele aus dem Bußgeldkatalog und die Kosten

Hat der Betroffene den entsprechenden Radweg nicht in der zugelassenen Richtung genutzt, so fällt ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro an. Dieses steigert sich bis zu 30 Euro, wenn dabei ein Unfall entstanden ist.

Polizei

Radfahrer, die abbiegen, ohne sie Fahrtrichtänderung anzuzeigen, zahlen pauschal 10 Euro und 35 Euro, wenn dies mit schlimmen Folgen bestraft wurde. Auch das nebeneinander her fahren ist verboten, sobald man andere Verkehrsteilnehmer damit behindert. Hier sind Kosten in Höhe von bis zu 25 Euro fällig. Ebenfalls ist es untersagt, ein siebenjähriges Kind auf einem einsitzigen Fahrrad zu transportieren und auch die Beförderung eines Kindes ohne die vorgeschriebene Sicherheitsvorrichtung ist nicht erlaubt. Verfügt das Fahrrad nicht über die Beleuchtungsvorrichtungen, welche einwandfrei funktionieren, so ist dies nicht nur gefährlich, sondern kostet bis zu 25 Euro. Hat man als Radfahrer das Rotlicht, welches bereits mehr als eine Sekunde andauert, missachtet, so bekommt man nicht nur einen Punkt, sondern muss bis zu 180 Euro Strafe zahlen.

Wer als Radfahrer somit die Straßenverkehrsordnung nicht allzu ernst nimmt und sich dieser widersetzt, wird mit unterschiedlichen Geldstrafen und Punkten bestraft. Vor allem in Großstädten, wie Berlin, Frankfurt und Köln sind die Straftaten wesentlich häufiger, als auf dem Land. Viele Menschen sind jedoch der Meinung, dass die einzelnen Bußgelder viel zu gering angesetzt sind, sodass noch im Jahr 2013 neu verhandelt werden soll.

Experten sind hier der Meinung, dass man mit der Zustimmung des Bundesrates rechnen kann.

Bild: Thommy Weiss  / pixelio.de

Tags: , , ,